Das Spiel ist aus ...?
nach Jean-Paul Sartre
Neue Schmiede
2009, Sep 18.
um 20 Uhr
mit Georg Wagner, Desiree Ackerer, Maria Kastenhofer, Roman Klein, Walter Schlor, Gabriele Weber, Christian Humer,
Textbearbeitung: Gabriele Weber
Regie: Gabriele Weber, Georg Wagner
Technik: Christoph Manss
Ist das Leben nur ein Spiel und schon zu Ende, bevor es eigentlich begonnen hat, die Angst zu leben größer als das Leben zuzulassen.
Diese Bearbeitung des Klassikers von Jean Paul Sartre reißt das von jüdisch-christlichem Denken geprägte Gesellschaftsdrama aus seinen Fesseln.
Die Zuschauer begleiten die Figuren von Anfang an hautnah und nähern sich somit an deren Lebensfragmente. Die Ängste, seien sie die vor dem Tod, dem Leben oder der Liebe, werden an Hand der Figuren spürbar und differenziert beobachtbar gemacht.
Videosequenzen schaffen den Bezug zwischen dem Virtuellen und realer Wirklichkeit.
Der Zuschauer findet sich inmitten perfekt manipulierter Realitäten und Ordnungen wieder, welche perspektivisch unterschiedliche Sichtweisen überdenken lassen.
An Hand der Schicksale von Eve, einer arbeitslosen aus einfachen Verhältnissen stammenden Frau, Pierre einem intellektuellen Zeitungsverleger, Emmerich, Sekretär einer kirchlichen Organisation und Franz, einem cholerischen Alkoholiker zeigt sich das bewusste Scheitern der Protagonisten und stellt es in den Mittelpunkt.
Sie alle verbindet die Angst zu leben und das Leben zuzulassen.
Auf der Suche nach bedingungsloser Liebe und perfekter Wirklichkeit beginnt die Flucht in manipulierte Realitäten, deren Ende nicht wahrnehmbar und fühlbar ist…
Theater Delphin ist integratives Theater mit künstlerischem Anspruch. Wir setzen Impulse für vorurteilsfreie Begegnungen und fördern die persönliche kulturelle Entwicklung.
Die Produktionen von Theater-Delphin-Ensemble setzen sich mit aktuellen, persönlichen und gesellschaftskritischen Themen auseinander.
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